Kultur : Albert Kaminskis Zeichentrickfilm

Jörg Königsdorf

Fast wirken die eckigen Bewegungen, mit denen der alte Petterson und sein Kater Findus durch die Umgebung ihres Bauernhofes staksen, als hätten sich die Illustrationen aus Sven Nordquists Bestseller-Kinderbuch kurzerhand selbstständig gemacht. Als ob die Bilder nicht schneller laufen sollten als die kurzen Beine ihres fünfjährigen Zielpublikums: Albert Kaminskis Zeichentrickfilm "Petterson und Findus" ist der Film, der das jüngste Publikum des diesjährigen Kinderfilmfests ansprechen dürfte.

Alle Sorgfalt hat Albert Kaminski, der Regisseur von "Petterson und Findus" daran gewandt, den Übergang vom Bilderbuch zum ersten Kinofilm möglichst schonend und kinderfreundlich zu gestalten. Mit Rücksicht auf filmungewohnte Kinderseelen verzichtet er auf übersteigerte Suspense-Szenen und Dämonisierungen - selbst der Fuchs, der ein begehrliches Auge auf Pettersons dauerkaffeetrinkende Hühner geworfen hat, kommt am Ende mit dem Schrecken davon.

Meist drehen sich die jahreszeitlich geordneten Episoden aber sowieso um Alltags-Kinderprobleme der Größenordnung: Wie kann Kater Findus seinen Herrn Petterson davon überzeugen, ihm einen seiner berühmten Schokoladenpuddings zu kochen - und mehr braucht ein Film für Fünfjährige auch gar nicht. Eine sanfte Einstiegsdroge in die Filmwelt - den harten Stoff entdecken die Kids im Kino noch früh genug.Heute 14 Uhr (Zoo-Palast), 18.2. 15 Uhr (Filmtheater am Friedrichshain)

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