Kultur : Alexandre Dumas im Pantheon beigesetzt

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Alexandre Dumas (18021870) ist im Pariser Panthéon beigesetzt worden. Berittene Musketiere, kostümierte Schauspieler und eine dunkelhäutige „Marianne“ auf einem weißen Pferd begleiteten am Samstagabend den Sarg des französischen Schriftstellers („Die drei Musketiere“, „Der Graf von Monte Christo“). Damit wurde er als 70. Persönlichkeit in die Reihe der „Unsterblichen“ Frankreichs aufgenommen. Präsident Jacques Chirac würdigte ihn als „großes Talent der Republik, der uns Gefühle, Leidenschaft und Abenteuer vermittelt hat“. Frankreich nutze die Gelegenheit, „um die Ungerechtigkeit widergutzumachen, die die damalige Gesellschaft ihren Sklaven mit dem Eisen auf die Haut brannte“. Dumas, Enkel einer Sklavin aus Haiti und Sohn eines Generals, wurde zwischen seinem Freund Victor Hugo und Emile Zola zur letzten Ruhe gebettet. Die jetzige Würdigung des Autors, der 250 Bücher, Theaterstücke, Kinderbücher und ein kulinarisches Wörterbuch verfasste, ist eine späte Anerkennung, die ihm zu Lebzeiten verwehrt wurde. Die Académie Française verweigerte ihm damals die Aufnahme wegen seiner „leichten Literatur“ und wegen seines abenteuerlichen Lebenswandels, seiner unehelichen Kinder und seiner Schulden. dpa

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