Kultur : Alle wollten zu Thate

hema

Kein roter Teppich, Häppchen und Sekt begleiteten die nächtliche Kino-Premiere von "Wege in die Nacht". Dafür Zuschauer, die sich fast auf den Füßen standen, um im "International" den Film zu sehen, nach dem es sowieso niemand nach oberflächlichem Blabla gelüstete. "Das ist ein armer Film", sagte Hilmar Thate. Damit meinte der für "Wege in die Nacht" gefeierte Hauptdarsteller aber nur das karge Budget, das Regisseur Andreas Kleinert für den Film hatte. Ansonsten freute er sich mit Angelika Domröse über etwas, was sich zunächst sehr ärgerlich anließ - den Andrang in die "Wege in die Nacht". Etwa 850 Gäste waren in die Karl-Marx-Allee geladen, in der Hoffnung, die Hälfte kommt vielleicht. Es kamen alle und noch viel mehr, auch Anne und Walter Momper - "und das in diese Straße", sagte Angelika Domröse. "Hier hatte ich meine letzte DDR-Filmpremiere vor der Ausreise", erinnert sich Ehemann Thate. "Da hing damals so ein süßes Bild von uns beiden", sagt er zu Angelika und sucht es hinter einer Tür. Die ist verschlossen - und beider Erinnerung an damals noch immer bitter.

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