Kultur : Aller Anfang ist leicht

Silvia Hallensleben

entdeckt den Weltkinderkinotag Am 20. September ist Weltkindertag – Gelegenheit auch hier, sich um eine der Zuschauergruppen zu kümmern, die leider immer wieder durchs journalistische Aufmerksamkeitsraster fallen. Es sind vor allem zwei organisatorisch miteinander verquickte Initiativen, die sich um die Kleinsten unter den Kinobesuchern kümmern. Das Spatzenkino – für Kinder ab vier Jahre – ist selbst schon in die Pubertät gekommen und feiert heute vormittag seinen 14. Geburtstag mit einem Fest im Cinemaxx Hohenschönhausen, bei dem sich alles um das Thema Feuerwehr dreht: „Alarm im Kasperletheater“ und „Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt“ heißen zwei Filmbeiträge. Zum Weltkindertag ist das Spatzenkino mit Paddington und anderen Bären in der britischen Botschaft zu Gast. „Leute im Grundschulalter“ nennen die Veranstalter vom Kinderkinobüro locker ihre etwas ältere Zielgruppe, die dort nachmittags zu einer von Dudelsackpfeifern umrahmten Filmvorführung gebeten wird. Allerdings dürfte John Hays Fußballermärchen Es gibt nur einen Jimmy Grimble (2000) hauptsächlich den männlichen Teil der Grundschulleute ansprechen. Zum Ausgleich bringt Zwei kleine Helden von Ulf Malmros, der Berliner „Kinderfilm des Monats“, einen verträumten Zehnjährigen mit einer weiblichen Fußballkanone zusammen. Doch während der schrecklich untalentierte Marcello von seinem Vater zum Profifußballer gedrillt wird, hat Fatima das umgekehrte Problem: Ihre großen Brüder finden, dass sich solch körperliches Vergnügen für ein muslimisches Mädchen nicht gehört. „Zwei kleine Helden“ ist in verschiedenen Berliner Kinos zu sehen. Informationen und – für das Fest in der britischen Botschaft aus Sicherheitsgründen obligatorische – Anmeldung zu allen Veranstaltungen beim Kinderkinobüro, Telefon 449 47 50.

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