Kultur : American Academy Berlin: Neues Programm, neue Stipendianten

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Einen Schwerpunkt im Herbst-Programm der American Academy in Berlin wird die Literatur darstellen: der Dichter August Kleinzahler ist einer der Stipendiaten, die Schriftstellerin Anne Harlemann und der Autor des Romans "The Virgin Suicides", Jeffrey Eugenides.

Weitere Fellows der Academy sind in diesem Herbst der Germanist Mark Harmann vom Elizabethtown College in Pennsylvania, die Anthropologin Ruth Mandel aus London, Michael Meltsner von der juristischen Fakultät der Harvard University und der Historiker Ronnie Po-chia Hsia aus Princeton. Auch Milad Doueihi aus Glasgow, Sander Gilman aus Chicago und die Komponistin Betsy Jolas werden den Herbst am Wannsee verbringen. Den Förder-Preis für die Künste erhielt Stephanie Snider.

Sander Gilman will seine Zeit in Berlin nutzen, anhand der Biografie Jurek Beckers eine Sozialgeschichte Mitteleuropas zu schreiben. Es gehe ihm darum, so Gilman, die Geschichte Ost-Berlins aufzuzeichnen, "einer Stadt, die verschwunden ist".

Die American Academy plant für diesen Herbst eine Reihe von Lesungen und Veranstaltungen: Am 12. September diskutiert der Leiter der Museen der Harvard University mit dem Generaldirektor der Staatlichen Museen, Klaus-Peter Schuster und am 15. September spricht der Reiseschriftsteller Paul Theroux über "Travelling and Writing". Auch der Autor Scott Turow kommt auf Einladung der Academy nach Berlin kommen, ebenso wie der Komponist George Crumb.

Auch an der Spitze der American Academy gibt es einen Wechsel: Nachfolger von Everette E. Dennis als Präsidentin der Academy wird der Anwalt und Finanzexperte Robert H. Mundheim. Mundheim, in Hamburg geboren und 1938 in die Vereinigten Statten emigriert, hat an verschiedenen amerikanischen Universitäten Jura unterrichtet und als Berater der amerikanischen Regierung gearbeitet. Zur Zeit leitet Mundheim die Rechtsabteilung der Kanzlei Shearman & Sterling.

Als Stipendiaten des Sommersemesters wurden die Historiker James J. Sheehan, Kathleen Neils Conzen und Margaret Lavinia Anderson benannt, die Dichterin Ellen Hinsey und der Maler Alex Katz.

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