Kultur : An Klassikern gestählt

Die Berliner Volksbühne hat den Regisseur Thomas Bischoff fest an ihr Haus verpflichtet.Im Oktober wird Bischoff zum Start einer zunächst auf zwei Jahre vereinbarten Zusammenarbeit die Spielzeit 1999/2000 eröffnen - mit welchem Stück, steht allerdings noch nicht fest.Zur Zeit bereitet er an den Münchner Kammerspielen für Anfang März Friedrich Hebbels "Maria Magdalene" vor.Im Dezember 1997 erzielte er dort mit Goethes "Urfaust" einen vielbeachteten Erfolg; die dramaturgisch eigenwillige Inszenierung läßt Gott aus dem Prolog im Himmel heraustreten und die Rolle Fausts übernehmen.1957 in Lützen bei Leipzig geboren, begann Bischoff seine Laufbahn an Theatern in Parchim, Senftenberg und Brandenburg/Havel.Später arbeitete er als freier Regisseur an größeren Häusern, wo er vornehmlich Stücke des klassischen Repertoires inszenierte, so etwa "Kabale und Liebe" in Bremen, "Das Käthchen von Heilbronn" in Graz, zuletzt, im November 1998 in Düsseldorf, "Clavigo".Zu seinen herausragenden Inszenierungen gehört auch Heiner Müllers "Philoktet", Anfang 1996 in Köln.

Mit einem internen Festakt im Roten Salon ist am Montag abend Matthias Lilienthal, der Chefdramaturg der Volksbühne, von Intendant Frank Castorf verabschiedet worden.In sechseinhalbjähriger Zusammenarbeit mit Castorf hat Lilienthal das Profil des Hauses am Rosa-Luxemburg-Platz entscheidend mitgeprägt.Lilienthals berufliche Zukunft ist derzeit noch offen; jedenfalls geht er nicht, wie früher gemeldet, zu Christoph Marthaler ans Zürcher Schauspielhaus.Die Dramaturgie der Volksbühne besteht nunmehr aus Matthias Pees, Andrea Koschwitz, Bettina Masuch und Carl Heegemann.

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