Kultur : Appell des Düsseldorfer Schauspiels

Nach langen Querelen um die Führung des Düsseldorfer Schauspielhauses machen die Mitarbeiter jetzt der Stadt und dem Land Vorwürfe. In einem Offenen Brief warnen Ensemble und Bühnenpersonal davor, „kulturpolitische Machtkämpfe“ auf dem Rücken des Theaters auszutragen. „Es gibt keine künstlerische Krise“, schrieben sie. „Die Krise ist eine der Kulturpolitik der Stadt Düsseldorf und der Landesregierung.“ Zugleich stärkten die Mitarbeiter dem wegen eines Millionendefizits unter Druck geratenen Interimsintendanten Manfred Weber den Rücken. Das Schauspielhaus steht vor einem Finanzloch in Höhe von 5,4 Millionen Euro. Stadt und Land, die das Theater mit einem Gesamtetat von rund 24 Millionen Euro finanzieren, haben eine wirtschaftliche Sonderprüfung in Auftrag gegeben. Seit dem überstürzten Weggang des Intendanten Staffan Valdemar Holm im November 2012 sucht das Theater einen neuen Intendanten. dpa

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