Kultur : Arbeitsamt-Reform: Trick 10 000 - Jagoda behält seine Pension

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Bernhard Jagoda (61) wird am 6. März nicht mehr vor den Kameras in der Nürnberger Bundesanstalt für Arbeit stehen. Die Zahl der arbeitslosen Deutschen im Februar wird an diesem Tag dann sein Stellvertreter, Heinrich Alt, verlesen. Jagoda, der sein Amt zur Wochenmitte zur Verfügung gestellt hat, wird Ende März in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Bis dahin, so drückte es Arbeitsminister Walter Riester am Freitag aus, "wird Herr Jagoda nicht mehr öffentlich auftreten". Der Präsident der Bundesanstalt muss dennoch nicht fürchten, seine Pensionsansprüche aufgrund des Skandals in der Bundesanstalt zu verlieren. Ein kleiner Trick hilft ihm dabei. Wenn Jagoda geht, wird das Präsidentenamt aufgelöst. An seine Stelle tritt ein so genanntes "Kollegialorgan", die Dreierspitze der Bundesanstalt, die vom neuen Chef der Institution, Florian Gerster, geführt wird. Das Beamten-Dienstrecht erlaubt dem Bundeskanzler durch diesen Rechtsformwechsel der Nürnberger Behörde, Jagoda alle Pensionsansprüche auszuzahlen, die er bis dahin erworben hat. Das sind rund 10 000 Euro im Monat.

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