Kultur : Art Forum: 80 Prozent wollen wiederkommen

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Mit rund 25 000 Besuchern ist am Sonntag Abend das achte Art Forum Berlin zu Ende gegangen. Ohne Frage: Der Abrutsch in eine BKlassifizierung der Messe ist verhindert worden. Nicht nur, dass die Besucherzahl vom Vorjahr gehalten werden konnte, jeder sechste Fachbesucher kam nach wie vor aus dem Ausland, die meisten von ihnen aus Europa und Nordamerika. Unter den Gästen waren einmal mehr bedeutende Kunstsammler und Ausstellungsorganisatoren. Mit ihnen steht und fällt das Art Forum, denn Kunstmessen sind Kontaktbörsen. Deren Basis aber sind die Verkäufe. Und auch hier konnten die Ergebnisse des Vorjahres weitgehend gehalten, teilweise sogar überboten werden: Zwei Drittel der Aussteller (2002: 69 Prozent) konnten Geschäftsabschlüsse verbuchen. 43 Prozent von ihnen verkauften mehr als vier Kunstwerke. Im Vorjahr erzielten 14 Prozent der Aussteller einen Umsatz von mehr als 25 000 Euro, in diesem Jahr sind es 20 Prozent. Bei elf Prozent der Aussteller lag der Verkauf um die 50000 Euro (2002: 6,4 Prozent) und bei 9 Prozent sogar darüber (2002: 7,3 Prozent). Insgesamt waren weit mehr als die Hälfte mit dem geschäftlichen Erfolg ihrer Messebeteiligung zufrieden, und 80 der 100 Teilnehmer wollen sich auch im nächsten Jahr wieder um eine Teilnahme bemühen. Der Grundsatz, dass eine Messe zehn Jahre braucht, um auf sicheren Beinen zu stehen, schien für das Art Forum anfangs unzumutbar. Jetzt ist der Zeitrahmen zu einer realistischen Dimension geworden. Doch wichtige Fragen wie die nach einem Hauptsponsor oder nach dem Verhältnis zu einigen zugkräftigen Galerien in Berlin sind weiterhin offen. Und so gilt denn frohgemut: Nach der Messe ist vor der Messe. wit

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