Kultur : Auch als Lenker immer Denker

OPER

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Heute vor zwei Jahren starb Götz Friedrich – nach kurzer, schwerer Krankheit und einem langen, harten Regisseursleben. Er hat sich nie geschont, noch vom Bett aus seine letzte Inszenierung, Menottis „Amahl“, betreut. Oper war sein Leben, und das Leben holte der überzeugte FelsensteinSchüler in die Oper. So verwundert es auch nicht, dass die beiden postum erschienenen Götz-Friedrich-Bücher den Menschen vor allem als Künstler zeigen, sein Leben über seine Inszenierungen aufschlüsseln. Mit aufwändiger Optik, vielen Bildern und Pressezitaten schmückt Johanna Eggert ihr Buch („Anfang heißt Ende und Ende ist Neubeginn“, Bostelmann&Siebenhaar, 287 Seiten, 49,80Euro). Der vom Mäzen Werner Otto herausgegebene und von MaxW.Busch sowie Harro Schweizer zusammengestellte Band („Mein Opernführer“, Henschel-Verlag, 285 Seiten, 35Euro) legt dagegen eher den Akzent auf Friedrichs Analysen von 70 Musiktheaterstücken. Wer als Leser neugierig wird, kann sich in Berlin auch zwei Jahre nach Friedrichs Tod von seiner Bildsprache gefangen nehmen lassen–„seine“ Deutsche Oper pflegt das Erbe aktiv an vielen Abenden. F.H.

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