Kultur : Auf der Spur eines Bleichgesichts

Beate Dölling

Am Tag schläft der Mond, das weiß jedes Kind. Aber was macht der Mond in der Nacht? Kaum klingelt ihn sein Wecker wach, nimmt er seine schwarze Katze und geht hinaus an den Himmel. Dort malt er Tausende von Sternen in die Nacht. Er läuft über Wiesen und durch Wälder und vertreibt den Nebel. Er jagt den Lärm aus der Stadt. Er schließt die Fensterläden und Fenster zu. Er bringt Träume und fegt die Albträume in eine Rumpelkammer, sperrt sie ein. Er gibt der Nacht etwas geheimnisvolles, bevor er den Tau für den Morgen macht, und sich zufrieden sein Spiegelbild in einem See anschaut.

Geheimnisse gibt es in diesem großformnatigen Buch jede Menge zu entdecken. Wer hätte denn gedacht, dass unser Mond nachts so beschäftigt ist? Auf den großen Seiten dieses wunderbaren Bilderbuchs ist sehr viel Platz, um auch Kleines zu entdecken. Jede Seite ist ein Kunstwerk für sich. Anne Herbauts, Autorin und Illustrtaorin dieses Buches, hat ihr Können unter anderem ander Königlichen Akademie für Schöne Künste in Brüssel erworben. Im vergangenen Jahr wurde das Original auf der Kinderbuchmesse in Bologna in die Ehrenliste des Bologna Ragazzi Award aufgenommen. Ein Bilderbuch, das man auch Zweijährigen nicht vorenthalten möchte.Anne Herbauts: Was macht der Mond in der Nacht? Aus dem Französischen von Katja Schultze. Oetinger Verlag, Hamburg 2000. 28 Seiten, 24 DM. Ab drei Jahren.

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