Auf Piste : Wer will denn noch Sido sehen?

Große Star-Ankündigungen und dann kommt keiner - das sind die peinlichsten Momente auf Berlinale-Partys. Im vorigen Jahr sollte es im Bangaluu eine Party mit Madonna geben - nur, der Star feierte woanders. Dieses Mal traf es das "Felix", wo P.Diddy zu großen Sause erwartet wurde.

Sophie Guggenberger
Felix Foto: Joachim Beckert
Schickes Haus. Im Felix wurden die Stars eines HipHop-Films erwartet. -Foto: Joachim Beckert

In die exklusiven Gefilde des Capital Clubs im Hilton am Gendarmenmarkt lud die Berliner Eventfirma „Style & Class“ zum stilvollen Berlinale Champagner-Empfang. In familiärer Runde prosteten sich Schauspieler, Sänger, Produzenten, Regisseure und Agenturchefs  sich zu – auf die Filmbranche und auf eine bislang gelungene Berlinale. Die Promirunde kommt heute Abend nochmals zusammen, diesmal aber in der geräumigeren Capital Club Lounge. Das Hilton war in dieser Nacht nämlich so überfülltt mit unterschiedlichsten Privatveranstaltungen, dass der „Style & Class“-Empfang kurzerhand in die kleinere Members Bar umquartiert wurde. Gemütlich wie in Omas Wohnzimmer war’s auf den Ledersofas vorm künstlichen Kaminfeuer aber trotzdem – und Vorfreude auf den nächsten Abend bleibt bestehen.

Andernorts angekündigt waren Hollywoodstars wie Leonardo DiCaprio, Demi Moore und Ashton Kutcher. Max Herre, Peter Fox, Til Schweiger und einige Fanta4-Mitglieder standen auch auf der Gästeliste. Und ja, sogar P.Diddy wollte angeblich im "Felix" vorbeischaun. Denn schließlich lud der Edelclub auf der Rückseite des Adlons zur offiziellen Afterfilmparty für „Notorious“ ein, dem Dokumentarfilm über die HipHop-Legende Notorious B.I.G.. Gegen ein Uhr gab es kurz Tumult – Promialarm. Doch lediglich die Security-Leute der Hollywoodstars kreuzten auf, um angeblich die Location und die geheimen Ein- und Ausgänge zu überprüfen. Doch benutzt wurden die Geheimgänge die ganze Nacht lang nicht. 

So blieben Berliner Szene-HipHopper und Goldkettenträger unter sich. Wer bei wummernden Beats auf  Berlinalezauber hoffte, war hier fehl am Platz.  Lediglich ein abgetakelter Rüpel-Rapper der frühen 2000er fand seinen Weg in die Tanzstube des Möchtergern-Berlinale-Clubs – Sido, ganz ohne Maske. Ach ja, angeblich sollten die Darsteller aus dem Film dann doch nach auftauchen, aber angeblich erst weit nach drei Uhr – was für eine Verarschung…

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