Auktionen : Suppendose für 11,7 Millionen Dollar

Pop-Künstler Andy Warhol hat mit einer seiner frühen Suppendosen bei Christie's New York posthum einen Volltreffer gelandet. Das Bild mit angerissenem Aufkleber "Small Torn Campbell's Soup Can (Pepper Pot)" (1962) wurde für 11,7 Millionen Dollar versteigert.

New York - Von einem Kunsthändler in Los Angeles angeboten, wurde der Warhol dem New Yorker Kunstmakler Larry Gagosian zugeschlagen, der ihn im Auftrag des kalifornischen Sammlers Eli Broad erwarb.

Laut Christie's erzielte die Auktion von Nachkriegs- und zeitgenössischer Malerei Rekordergebnisse für zwölf Künstler, unter ihnen David Hockney, Damien Hirst, Richard Prince und Mike Kelley. Allein von dem Minimalisten Donald Judd versteigerte Christie's 26 Tafeln und andere Skulpturen für zusammen 24,4 Millionen Dollar. Das Gesamtergebnis des Abends entsprach mit 143 Millionen Dollar in etwa den Erwartungen.

Ein Porträt der früheren französischen Sexbombe Brigitte Bardot - auf Seide - erzielte mit 3 Millionen Dollar das Doppelte des Schätzpreises. Verkäufer war der deutsche Industrielle Gunter Sachs, der in den 1960er Jahren - in seiner Phase als Playboy - mit der Bardot verheiratet war. Der Käufer zog es vor, anonym zu bleiben. Ein unbetiteltes Werk des Niederländers Willem de Kooning von 1961 aus der Sammlung des Staranwaltes Lee Eastman ging für 10 Millionen Dollar an einen New Yorker Kunsthändler.

Jeff Koons «Aqualung», eine aus Bronze gegossene Lungenmaschine, ging für 4,6 Millionen Dollar - statt der geschätzten 2,5 bis 3,5 Millionen - an die Züricher Daros Kollektion. Damien Hirst setzte mit einem zweigeteilten, in Formaldehyd eingelegten Lamm, «Away from the Flock, Divided», den Rekordpreis von 3,3 Millionen Dollar. (tso/dpa)

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