Kultur : Auktionsrekord mit Schillers Segen

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Jubelstimmung gab es bei der 20. Auktion im Berliner Auktionshaus Irene Lehr, denn im übervollen Saal herrschte am letzten Sonnabend rege Bieterlaune. Max Ackermanns Gemälde „An die Freude“ ging für 15000 Euro an das Marbacher SchillerNationalmuseum. Hermann Glöckners Bild „Voitsdorf im Herbst“ konnte die geschätzten 9000 Euro locker überflügeln und erzielte 16500 Euro. Wolfgang Mattheuers „Kleine Rügenlandschaft“ verdreifachte mit 14000 Euro ihren Schätzpreis. „Die Kunst aus der ehemaligen DDR ist bei uns einfach der Renner“, resümiert die Auktionatorin. „In den letzten Jahren haben sich die Preise verfünffacht“.

Erstaunlichen Zuspruch fand der Russe Oskar Rabin. Sein „Haus in der Provence“ steigerten Telefonbieter aus Frankreich und Israel von 1000 auf 9500 Euro. Nicht weniger überraschend kletterte das Selbstbildnis eines anonymen Malers von 1200 auf 7000 Euro. Doch nicht alle Erwartungen wurden erfüllt. Bernhard Kretzschmars auf 55000 Euro geschätztes Bild „Vor dem Gasthaus“ blieb bei 45000 Euro, Max Pechsteins Aquarell „Positano“ (Taxe 24000 Euro) ging zurück. Doch mit einem Gesamtergebnis von knapp 800000 Euro konnte Irene Lehr den eigenen Hausrekord aus dem Jahr 2000 deutlich anheben. mnol

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