Kultur : Aus für Kresniks „Zehn Gebote“ im Bremer Dom

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Massive Proteste von Gläubigen haben das umstrittene Schauspiel „Die zehn Gebote“ im Bremer St. PetriDom nun tatsächlich zu Fall gebracht. Nachdem die Kirchengemeinde die Proben unter anderem wegen geplanter Nacktszenen mit älteren Frauen gestoppt hatte, glaubt Bremens Theaterintendant Klaus Pierwoß „nicht mehr daran, dass das Stück im Dom fortsetzbar ist“. Für die Inszenierung von Johann Kresnik – der erst kürzlich aus dem Gefängnis entlassene Schauspieler Günther Kaufmann spielt darin eine Hauptrolle – bedeutet dies jedoch nicht unbedingt das Ende. „Notfalls suchen wir eine Alternative“, betont Pierwoß. Er sei enttäuscht, dass man nach den Protesten nicht mit mehr Gelassenheit abgewartet habe. Zunächst prüfe man das Angebot der kleineren Friedenskirche im Bremer Szeneviertel. Beide Kirchen – St. Petri und die Friedensgemeinde - hätten ihre Zusage für die Aufführung der „Zehn Gebote“ gegeben. „Wir hatten uns für das zentralere und gewichtigere Gebäude entschieden,“ so Pierwoß. Premiere sollte ursprünglich am 22. Januar sein. dpa

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