Ausstellung : Arbeiten der Bildjournalistin Barbara Klemm in Dresden

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden widmen der Bildjournalistin Barbara Klemm und dem Maler Fritz Klemm eine Ausstellung. Bis 21. Mai sind Fotos von Klemm im Dresdner Residenzschloss zu sehen.

Dresden - Bei der Präsentation bekannte sich die langjährige Fotografin der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zur Schwarz-Weiß-Fotografie. Auch wenn der heutige Journalismus ohne Digitalkameras nicht möglich wäre: "Mein Glück war, dass ich zu alt dafür war", sagte sie. Bei Schwarz-Weiß-Aufnahmen sei sehr viel mehr der Inhalt der Bilder präsent.

Barbara Klemm (67) gehört zu den renommiertesten deutschen Fotografinnen. Über Jahrzehnte prägte sie den Blick der "FAZ" auf die Welt mit. Berühmt wurde beispielsweise ihr Foto des Dichters Heinrich Böll auf einer Kundgebung gegen die Nato-Nachrüstung. Ein weiterer Klemm-Klassiker ist das Bild vom Treffen des sowjetischen Staatschefs Leonid Breschnew mit dem damaligen Bundeskanzler Willy Brandt 1973 in Bonn. In den Tagen der Jahrhundertflut 2002 fotografierte sie in den Dresdner Sammlungen. Bei der Schau stehen nun Fotos zur Kunst im Zentrum, darunter Künstlerporträts von Andy Warhol, Joseph Beuys und Gerhard Richter.

Fritz Klemm (1902-1990), der Vater der Fotografin, arbeitete als Zeichner und Maler hauptsächlich in Karlsruhe und reduzierte Gegenständliches zu minimalistischen Kompositionen. Die Exposition in Dresden konzentriert sich auf die Sujets Wald, Fenster, Wand sowie auf Selbstbildnisse. "Ich bin mit der Kunst groß geworden", sagte Barbara Klemm und erwähnte auch ihre Mutter, die ebenfalls Malerin war. "Wenn ich etwas mache, will ich es auf den Punkt bringen", betonte die preisgekrönte Fotografin. Das habe sie von ihrem Vater gelernt. (tso/dpa)

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