Ausstellung : Burda-Museum zeigt Chagall-Schau

Das Museum Frieder Burda in Baden-Baden zeigt ab Freitag 100 Hauptwerke des Malers Marc Chagall in einer einzigartigen Ausstellung. Zu sehen sind unter anderem acht monumentale Wandbilder des russischen Meisters.

Baden-Baden - Das Museum Frieder Burda in Baden-Baden ermöglicht ab Freitag einen Blick auf alle Schaffensperioden von Marc Chagall (1887-1985). Bis 29. Oktober sind unter dem Titel «Chagall. In neuem Licht» rund 100 Hauptwerke des Malers zu sehen, wie das Museum mitteilte. Die Exponate stammen aus Sammlungen in Russland, Frankreich und weiteren europäischen Ländern. Auch die Familie Chagall stellt zahlreiche Werke zur Verfügung. Überwiegend sind großformatige Arbeiten zu sehen.

Erarbeitet wurde die Retrospektive vom Vorsitzenden des «Comité Marc Chagall» in Paris, Jean-Louis Prat. Einen Schwerpunkt bildet den Ausstellungsmachern zufolge das selten außerhalb von Russland gezeigte Frühwerk des Künstlers. Dabei handelt es sich um Arbeiten, die vor und nach der Oktoberrevolution 1917 im russischen Witebsk entstanden, wo Chagall 1887 geboren wurde. Zu sehen sind auch acht monumentale Wandbilder, die Chagall 1920 für das Jüdische Theater in Moskau schuf. Das zentrale Bild dieses Ensembles ist drei auf acht Meter groß.

Die anschließenden Schaffensperioden in Berlin, Paris und New York werden von der Ausstellung ebenso beleuchtet wie das französische Spätwerk des Malers. Herausragende Arbeiten des älteren Chagall sind dabei unter anderem «Der Tanz», «Die roten Dächer», «Der blaue Zirkus» und «Das Passah». Mit zu den letzten Werken gehört «Don Quichotte» aus dem Jahr 1975, in dem die ewig währenden Träume eines jungen Malers thematisiert werden.

Chagalls Arbeiten sind von magischen Elementen geprägt. Bibelgestalten spielen in seinen leuchtend farbigen Bildern ebenso eine Rolle wie Fabelwesen, Gaukler, Künstler und Liebespaare. Durch den spirituellen Ansatz nimmt Chagall eine Sonderstellung in der Kunst der Moderne ein. (tso/ddp)

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