Ausstellung : Giambologna im Grünen Gewölbe

Nach mehr als 200 Jahren sind in Dresden wieder vier Bronzestatuetten des italienischen Bildhauers Giambologna (1529-1608) gemeinsam zu sehen.

Dresden - Ab Samstag werden die Skulpturen der Spätrenaissance in der Ausstellung "Giambologna in Dresden - die Geschenke der Medici" im Neuen Grünen Gewölbe präsentiert, wie der Direktor des Gewölbes, Dirk Syndram, sagte.

Dazu gehören der Götterbote Merkur, der Kentaur Nessus mit der Braut des Herkules, Deianira, die schlummernde Venus mit dem neugierigen Satyr und der Kriegsgott Mars. Aus Anlass des Amtsantritts des sächsischen Kurfürsten Christian I. gelangten die Statuetten 1587 als diplomatisches Geschenk des Florentiner Großherzogs Francesco I. de Medici nach Dresden.

Nach der Neuordnung der Dresdner Kunstsammlungen im 18. Jahrhundert gingen jeweils zwei Statuetten an die Skulpturensammlung und zwei in das Grüne Gewölbe. Bei der Fürstenabfindung nach dem Ersten Weltkrieg wurde eine Skulptur 1924 an das Haus Wettin abgegeben und gelangte über den Kunsthandel an die Bayer AG. Vor allem durch die "Großzügigkeit" des Unternehmens sei die Ausstellung mit der Leihgabe des "Mars" jetzt möglich, erklärte die wissenschaftliche Mitarbeiterin Martina Minning.

Das Besondere der Skulpturen sei, dass sie nicht nur eine Hauptansichtsseite hätten. Sie könnten von allen Seiten gleichermaßen betrachtet werden, fügte Minning hinzu. Den Angaben zufolge galt Giambologna in Europa als einer der einflussreichsten Bildhauer der Generation nach Michelangelo.

Die Ausstellung ist bis 16. April 2007 zu sehen. (tso/ddp)

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