Ausstellungen : Wowereit hält an Kunsthalle fest

Der Vorstoß des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit, der einen Kreativwettbewerb ausruft, der auf die Einrichtung einer Kunsthalle hinauslaufen könnte, überrascht.

Das Thema Berliner Kunsthalle bleibt virulent. Die privat finanzierte temporäre Halle auf dem Schlossplatz hatte im August nach zwei Jahren geschlossen, für eine dauerhafte, mit öffentlichen Geldern betriebene Kunsthalle sind die Mittel gesperrt. Da überrascht der Vorstoß des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit, der einen Kreativwettbewerb ausruft, der auf die Einrichtung einer Kunsthalle hinauslaufen könnte: In der Hauptstadt lebende Künstler und Künstlerinnen sollen bis Ende des Jahres Portfolios einreichen, die ihre künstlerische Arbeit dokumentieren. „Mit dieser Bestandsaufnahme wollen wir die Debatte um eine ständige Kunsthalle beleben“, erklärt Wowereit. Ein überzeugendes Ergebnis soll Senat und Abgeordnetenhaus die Möglichkeit geben, „mit dem nächsten Haushalt eine Entscheidung zu fällen“. Die Sichtung der eingereichten Werke übernehmen renommierte Kuratoren wie Angelique Campens oder Scott Weaver, die die Ergebnisse 2011 am Humboldthafen Raum präsentieren. Hochkarätig ist auch die Projektbegleitung. Dafür wurde mit Klaus Biesenbach der Gründer der Berliner Kunstwerke und jetzige Direktor des PS1 in New York gewonnen, einer Außenstelle des MoMA. 600 000 Euro stellt das Berliner Parlament zur Verfügung. Sollten die Werke überzeugen, wären sie das beste Argument für eine dauerhafte Kunsthalle in Berlin. Grin

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