Ausstellung : Bonner Schau zeigt Deutschlands große Kunstwerke

Gerhard Richter, Joseph Beuys, Jörg Immendorff und Neo Rauch - eine Ausstellung in der Bonner Bundeskunsthalle präsentiert die großen Verteter der zeitgenössischen Kunst. Die Bilder stammen aus der Bundeskunstsammlung.

Reinhard Kleber[ddp]
Bundeskunsthalle
"Worldprocessor" von Inge Günther: In der Bonner Bundeskunsthalle zu sehen. -Foto: dpa

BonnEtwa 60 Werke von 50 Künstlern aus Deutschland sind ab 11. April in der Bundeskunsthalle in Bonn zu sehen. Die Arbeiten stammen unter anderem von Joseph Beuys, Jörg Immendorff, Nam June Paik, Neo Rauch und Gerhard Richter. Die Werke sollen unter dem Titel "Visite" einen umfassenden Überblick über die Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland geben. Es handelt sich um Leihgaben der Bundeskunstsammlung. Bis zum 17. August sind in der Bonner Schau nicht nur Schlüsselwerke bekannterer Künstler zu sehen, auch weniger prominente Künstler sind vertreten.

In Zeiten knapper Kassen greifen in jüngster Zeit immer mehr Museen auf die Leihgaben der Bundeskunstsammlung zurück, um eigene Sammlungslücken zu füllen. Der Referatsleiterin für Zeitgenössische Kunst beim BKM, Rosa Schmitt-Neubauer, ist das sehr recht: "Da die Werke ja aus Steuermitteln angekauft wurden, soll der Sammlungsbestand auch einer großen Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden."

Kunst für die Bürger

Die Bundeskunstsammlung, die außerhalb von Fachkreisen nur wenig bekannt ist, wurde 1970 vom damaligen Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) initiiert. Sie wird von der Bundesregierung getragen und finanziert. Hauptziel ist die Dokumentation des künstlerischen Schaffens in der Bundesrepublik Deutschland seit 1949.

Eine Kommission aus fünf Kunstexperten kann jährlich etwa 450.000 Euro in Ankäufe neuer Werke investieren. Bisher sind so 1274 Kunstwerke zusammengekommen, deren Gesamtwert inzwischen auf 20 Millionen Euro geschätzt wird. Da es dafür kein Ausstellungsgebäude gibt, werden die Werke für befristete Zeiträume an öffentliche Institutionen, Ministerien, Botschaften und Ämter ausgeliehen.

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