Ausstellung : Bühne frei für "Pötzi"

Wenige Monate nach seiner Entdeckung wird das 4200 Jahre alte Skelett des sogenannten Bronzezeit-Mannes "Pötzi" öffentlich ausgestellt. Er wurde wahrscheinlich Opfer eines Attentats.

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Armer "Pötzi": Der in der Bronzezeit lebende Mann wurde erschlagen. Bis Sonntag kann man sein Skelett in Potsdam anschauen. -Foto: dpa

PotsdamIm Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam können Besucher von Mittwoch an bis kommenden Sonntag das Skelett sowie die Grabbeigaben in der "Sonderschau Potsdamer Grabfund" bewundern. Das Grab war vergangenen November bei Bauarbeiten nahe der Havel in Potsdam entdeckt worden.

Wahrscheinlich stammt das Skelett von einem etwa 1,70 Meter großen Mann, Anfang zwanzig. Noch ungeklärt sind Herkunft des Mannes und der Grund für seinen frühen Tod. Eine Anthropologin sagte, der Mann sei womöglich erschlagen worden. Es gebe am Schädel eine Delle.

Nach der Ausstellung des "Pötzi" werden das Skelett sowie die Gefäße und Pfeilspitzen, die gemeinsam mit dem Leichnam begraben worden waren, weiter untersucht. Nach Expertenangaben ist es sehr selten, dass ein so altes Skelett im sauren Sandboden Brandenburgs gut erhalten bleibt. (nal/dpa)

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