Ausstellung : Deutsche Skandale: Contergan, Nitribitt, Flick

Den großen Skandalen aus Politik, Sport, Wirtschaft und Kultur widmet sich eine Ausstellung im "Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland" in Bonn. Rund 650 Objekte zeichnen den Verlauf von 20 Fällen in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg nach.

Skandale Foto: ddp
Skandale, die Deutschland prägten, werden in Bonn ins Gedächtnis gerufen. -Foto: ddp

Bonn Die Schau zeigt, wie im Lauf der deutschen Geschichte gegen Moralvorstellungen verstoßen wurde und wie diese Skandale die deutsche Gesellschaft veränderten. Der chronologische Bogen der Ausstellung "Skandale in Deutschland nach 1945" spannt sich von dem Aufruhr um den Streifen "Die Sünderin" mit Hildegard Knef aus dem Jahr 1951 bis zum Mannesmann-Skandal vor sieben Jahren. Die Schau ist vom 12. Dezember bis zum 24. März nächsten Jahres zu sehen.

"Skandale werfen einen Blick auf die Unvollkommenheit der Gesellschaft und zeigen die Lernfähigkeit der Demokratie", sagte Projektleitern Andrea Mork. Die ausgewählten Fälle, darunter auch der Contergan-Skandal, die Spiegel-Affäre und die gefälschten Hitler-Tagebücher hätten alle bleibende Wirkung gehabt und seien typisch für die jeweilige Zeit gewesen.

"Wir wollen einen neuen Zugang zu deutscher Zeitgeschichte präsentieren", sagte Hans Walter Hütter, Präsident der Stiftung "Haus der Geschichte". Es gehe darum, Skandale als regelmäßig wiederkehrendes Phänomen in Demokratien zu beschreiben. Darum sei nur ein Fall aus der ehemaligen DDR mit dabei. Beschrieben wird, wie sich nach den fragwürdigen Kommunalwahlen im Jahr 1989 eine  Protestbewegung etablierte. (dm/dpa)

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