Ausstellung : Die Geschichte der Bundesrepublik als Kunstreise

"60 Jahre - 60 Werke" erzählt die Geschichte der Bundesrepublik anhand von Kunstwerken nach. Ab Freitag ist die Ausstellung in Berlin zu sehen.

BerlinHerausragende Arbeiten aus Malerei, Skulptur, Fotografie und Installationskunst präsentiert die Schau bis zum 14. Juni im Martin-Gropius-Bau. Vertreten sind Künstler wie Georg Baselitz, Joseph Beys, Rebecca Horn und Gerhard Richter. Gezeigt wird unter anderem Joseph Beuys' mit Filz überzogener Konzertflügel, eine von Markus Lüppertz zusammengestellte Affensammlung für seinen verstorbenen Freund Jörg Immendorff und Martin Kippenbergers lebensgroße Holzgondel "Sozialkistentransporter".

Die Ausstellungsmacher wiesen bereits zuvor laut gewordene Vorwürfe zurück, die Schau schließe Kunst aus der DDR aus. Die Auswahl sei im Geiste des Grundgesetzartikels 5, Absatz 3 getroffen worden: "Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei", wie Kuratoriumssprecher Walter Smerling betonte. Die DDR habe freie Kunst unterdrückt. Allerdings seien etwa mit A.R.Penck, Gerhard Richter oder Günther Uecker Künstler vertreten, die aus der DDR kamen und in der Bundesrepublik frei arbeiten konnten.

Neben den Kunstwerken wird auch der zeitgeschichtliche Hintergrund ihrer Entstehung präsentiert. Auf 60 Monitoren werden in Filmausschnitten die gesellschaftlichen und politischen Ereignisse jeweils eines Jahres nacherzählt. Die Filme wurden vom Journalisten Heribert Schwan aus Archiv-Material des Westdeutschen Rundfunks zusammengestellt. Auf sechs interaktiven Tischen werden außerdem für jeweils eine Dekade Kunstströmungen und Ereignisse der Zeit miteinander verbunden.

Eröffnet wird die Schau an diesem Donnerstag von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). (sp/dpa)

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