Ausstellung : Jenseits von Wodka und Kasatschok

Die Ausstellung "Unsere Russen - Unsere Deutschen. Bilder vom Anderen. 1800 bis 2000" setzt sich in Berlin mit deutsch-russischen Stereotypen und Vorurteilen auseinander.

BerlinRussland ist vielen Deutschen noch immer "fern und fremd". Negative wie positive Stereotype in beiden Ländern über "die Deutschen" und "die Russen" zeigten noch immer ihre Wirkung, wie jüngste Umfragen ergaben. Die nun beginnende Schau beschäftigt sich mit diesen Vorurteilen. Sie ist als Kooperationsprojekt des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst und des Staatlichen Historischen Museums Moskau von diesem Samstag an im Schloss Charlottenburg zu sehen - bis 2. März 2008.

Gezeigt werden nach Angaben der Veranstalter ausgewählte Objekte aus russischen und deutschen Sammlungen wie Gemälde, Druckgrafiken, Plakate, Skulpturen und andere Exponate. Zur Ausstellung gibt es einen Begleitband (Ch. Links Verlag) sowie ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Musik, Lesungen und Vortragsreihen. Auf einer Website der Ausstellungsmacher ist in einem Filmausschnitt auch eine Straßenumfrage in Deutschland abzurufen, bei der nach dem Russland- Bild der Passanten gefragt wurde. Dazu gab es Antworten wie "Wodka", "Perestroika", "Ein sehr liebenswürdiges Volk", "Sie sind uns sehr fremd", "Menschen wie wir", "Nicht hundertprozentig verlässlich", "Verlässlicher als China". (feh/dpa)

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