Auszeichnung : Kupferstich-Kabinett ist das "Museum 2008"

Die Auszeichnung "Museum des Jahres 2008" trägt nun das Dresdner Kupferstich-Kabinett in Dresden. Als besondere Ausstellung wurde die Schau "Adolph Menzel Radikal real" der Kunsthalle München geehrt.

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Das Kupferstich-Kabinett beweist, dass sich Museen nicht immer neu erfinden müssen. -Foto: dpa

DresdenDas Dresdner Kupferstich-Kabinett ist am Sonntag in der sächsischen Landeshauptstadt zum "Museum des Jahres 2008" gekürt worden. Die Auszeichnung wird von der deutschen Sektion des internationalen Kunstkritikerverbandes AICA vergeben. Sie zeige, dass die Staatlichen Kunstsammlungen mit ihrer Museumsarbeit auf dem richtigen Weg sind, sagte Sachsens Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD) laut einer Mitteilung zur Verleihung in der Schlosskapelle.

Das Haus betreibe das Sammeln, Bewahren und Erschließen von Kunst mit großer Ernsthaftigkeit und Sinn für Zusammenhänge, so die Jury. Als "besondere Ausstellung 2008" wurde die Schau "Adolph Menzel  Radikal real" der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung München geehrt.

Besonderes Lob an die Erwerbspolitik

Das Kupferstich-Kabinett beweise, dass sich Museen nicht von neuem erfinden müssten, um ihrer Aufgabe als Ort der Vermittlung von Wissen und beglückender Sinnenlust gerecht zu werden, hieß es. Die Kritiker lobten zudem dessen wissenschaftlich sorgfältige Arbeit und kluge Erwerbspolitik. Die Auszeichnung werfe ein Schlaglicht auf ein Haus, das ein Archiv, ein großes dreidimensionales Nachschlagewerk sei, sagte Kunstsammlungs-Generaldirektor Martin Roth.

Das älteste Museum für grafische Kunst in den deutschsprachigen Ländern ging aus der Kunstkammer der sächsischen Kurfürsten hervor. Zur Sammlung gehören eine halbe Million Werke auf Papier von 11.000 Künstlern. Dazu zählen Arbeiten von van Eyck, Dürer, Rubens und Rembrandt, Toulouse-Lautrec, Dix und Mondrian. (bvdw/dpa)

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