Berlin : Richard Avedon Retrospektive

"Bilder ohne Menschen das kann ich nicht" - Avedons Portrait-Fotografien für die "Vogue" oder den "New Yorker" sind allerdings legendär. Im Berliner Gropius Bau wird die erste Retrospektive seines Werks in Deutschland gezeigt.

Avedon
Die Fotografie "Andy Warhol and members of the factory" des amerikanischen Fotografen Richard Avedon. -Foto: dpa

BerlinErstmals ist eine Retrospektive des bedeutenden amerikanischen Fotografen Richard Avedon in Deutschland zu sehen. Der Berliner Martin-Gropius-Bau zeigt ab Sonntag die Ausstellung "Richard Avedon - Fotografien 1964-2004" mit etwa 250 Bilder des vor vier Jahren verstorbenen Künstlers.  "Die Ausstellung zählt zu einer unserer schönsten hier im Haus. Avedons Bilder spiegeln ein Stück der Zeitgeschichte wider", sagte der Direktor des Martin-Gropius-Baus, Gereon Sievernich, am Freitag.

Avedon blieb stets seinem Motto "Nur Stilleben, Bilder ohne Menschen das kann ich nicht" treu. In den 60 Jahren seines Schaffens produzierte er daher hauptsächlich Porträts. Zu den bekanntesten Fotografien zählen die Bilder "Andy Warhol und die Mitglieder der Factory" sowie das Bild Charlie Chaplins.

Avedon revolutionierte die Portraitfotographie

Bekannt wurde Avedon bereits Anfang der 1950er Jahre als Modefotograf. Er arbeitete unter anderem für die legendäre Modezeitschrift "Harper's Bazaar", für "Vogue" und wurde 1992 der erste Hausfotograf der Zeitschrift "The New Yorker". Berühmte Schauspieler, Staatsmänner, Künstler und Schriftsteller ließen sich von ihm ablichten, darunter Audrey Hepburn, Humphrey Bogart, Henry Kissinger, die Beatles, Igor Strawinsky und Samuel Beckett.

Avedon revolutionierte Experten zufolge die Porträtfotografie des 20. Jahrhunderts, indem er dunkle, emotional aufgeladene Bilder schuf. Die Ausstellung ist bis zum 19. Januar 2009 zu sehen. (ah/ddp)

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