Bilanz : Art Forum Berlin erfolgreich unter neuer Leitung

Klaus Wowereit, neue Künstler und ein hochkarätiges Programm machten das 14. Art Forum Berlin zu einem vollen Erfolg - und Lust auf die nächsten Jahre.

Christiane Meixner
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40.000 Besucher schauten sich die ausgestellten Werke an. Das sind 2.000 mehr als im vergangenen Jahr. -Foto: dpa

Mehr Besucher, ein neues Profil und ein glänzendes Rahmenprogramm: Das 14. Art Forum Berlin ist gelandet. Etwas hart, denn die Zeiten verwegener Einkäufe mit dem Kalkül rascher Preissteigerungen sind lange vorbei. Berlin war allerdings nie ein Ort glamouröser Anschaffungen, sondern stets eine Adresse für spannende Entdeckungen.

Die Bilanz, meint Peter Vetsch, einer der zwei neuen Co-Direktoren, sei entsprechend gut – auch wenn das Pendel in beide Richtungen ausschlage: „Manche Galerien haben sehr viel verkauft, andere sehr wenig.“ Noch aber sei ihm und Eva-Maria Häusler für 2010 niemand abgesprungen. Auf beide warte nun eine Liste von Dingen, die sich „künftig noch verbessern lassen“.

Wowereit besuchte die Messe

Absolut richtig war das Engagement des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit, der für alle sichtbar über die Messe lief und damit endlich auf politischer Ebene dokumentierte, wie wichtig der Kunsthandel für Berlin ist. Gelungen waren die zahllosen kulturellen Events in der Stadt, die das Art Forum als Auftakt zum internationalen Kunstherbst attraktiv machen – selbst wenn sich die kaufkräftigen Sammler aus dem Ausland diesmal rar machten. Allen voran boten Berlins Galerien ein hochkarätiges Programm in den eigenen Räumen. Flankiert wurden sie von Udo Kittelmann als neuem Direktor der Nationalgalerie mit zwei großen, publikumswirksamen Ausstellungen. Nicht zu vergessen die parallelen Kunstmessen mit ihren ebenfalls geschärften Profilen.

So könnte gelingen, was das Art Forum Berlin in naher Zukunft leisten muss – eine feste Größe auf dem geschrumpften Kunstmarkt werden. Die Zahlen sprechen dafür, mit 40.000 Besuchern (2008: 38.000) waren erfreulich viele Besucher in den Messekojen. Die Stimmung unter den Sammlern und Kuratoren war gut, der Vertrauensvorschuss seitens der Galerien für Häusler und Vetsch spürbar.

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