Doppelgänger : Helmut Kohl beschwert sich über Tussauds-Wachsfigur

Zur Eröffnung des ersten deutschen Wachsfiguren-Kabinetts von Madame Tussauds in Berlin wird nach der Hitler-Darstellung um ein weiteres Ausstellungsstück gestritten: Helmut Kohl bestreitet, jemals sein Einverständnis für sein Bildnis gegeben zu haben.

Pressebesichtigung Madame Tussauds Berlin Foto: ddp
Helmut Kohl bei "Madame Tussauds Berlin". -Foto: ddp

BerlinNach der Empörung, die die Darstellung von Adolf Hitler im einzigen deutschen Wachsfiguren-Kabinett von Madame Tussauds in Berlin ausgelöst hat, droht neuer Ärger. Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) hat sich in der "Bild"-Zeitung verwundert darüber gezeigt, als Wachsfigur in der Ausstellung zu stehen. Dazu habe er nie sein Einverständnis gegeben.

Der ehemalige Kanzler, der sich seit mehreren Monaten von einem schweren Sturz erholt, hat laut Zeitung zwar im Vorfeld Kontakt mit den Ausstellungsmachern gehabt, sein Einverständnis aber an bestimmte Bedingungen geknüpft. "Das ist alles sehr unseriös, da fehlt jeder Anstand. Ich gebe die Sache meinem Anwalt", betonte Kohl.

Die Berliner Tussauds-Managerin Susanne Keller sagte dem Blatt: "Wir bekommen unsere Figuren aus London. Die arbeiten sauber. Ich gehe davon aus, dass Kohl sein Einverständnis gegeben hat. Deshalb steht er hier bei uns." Nach Informationen der Zeitung könnte Kohl auf Herausnahme der Figur klagen - oder sogar auf Schadenersatz in sechsstelliger Höhe. (mpr/ddp)

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