Impressionismus : Renoir als Landschaftsmaler

Der französische Maler Auguste Renoir ist vor allem als Schöpfer zarter Mädchen- und Frauenporträts bekannt. Eine Wuppertaler Ausstellung zeigt den Impressionisten als Landschaftsmaler.

WuppertalPopulär ist der französische Maler Auguste Renoir (1841-1919) als Schöpfer zarter Mädchen- und Frauenporträts. Den Landschaftsmaler Renoir, der mit einem überraschenden Spätwerk an der Schwelle zur Moderne stand, entdeckt eine Ausstellung im Wuppertaler Von der Heydt-Museum. "Auguste Renoir und die Landschaft des Impressionismus" werde vom 28. Oktober bis zum 27. Januar 2008 zu sehen sein, teilte das Museum mit.

Gezeigt werden rund 100 Gemälde Renoirs und seiner Zeitgenossen wie Monet, Pissaro, Degas und Cezanne. Die Leihgaben für die nur in Wuppertal gezeigte Präsentation kommen unter anderem aus Paris, New York, Chicago und Warschau.

Der Schwerpunkt der Ausstellung liege auf dem seit den 1880er Jahren entstandenen Spätwerk des Künstlers, bei dem in der Landschaftsmalerei frühe Formen der Abstraktion sichtbar würden, sagte Museumsdirektor Gerhard Finckh. "Bäume, Hügel und Häuser scheinen sich im Licht Südfrankreichs in pure Farbe aufzulösen", erklärte der Museumschef. "Es ist unglaublich, wie Renoir mit ein paar Pinselstrichen ein Fest der Farben gestaltet."

Die Entwicklung zu diesem Punkt der Auflösung von Gegenständlichkeit soll mit einigen frühen Arbeiten verdeutlicht werden. Zwischenstufen bei der "Emanzipation" der Landschaft im Werk Renoirs seien Gemälde, in denen zwar noch die idealisierten Frauengestalten zwischen Wiesen und Hügeln zu entdecken seien, die Darstellung der Landschaft aber bereits einen ganz eigenen Wert bekommen habe. (mit dpa)

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