Jubiläum : Brecht-Weigel-Haus ist 30

Mit einem künstlerischen Fest ist diesen Freitag das 30-jährige Bestehen des Brecht-Weigel-Hauses in Buckow in Brandenburg gefeiert worden.

Brecht-Weigel-Haus
Brecht-Weigel-Haus in BuckowFoto: dpa

Buckow – Der einstige Sommersitz der Theatermacher Bertolt Brecht und Helene Weigel hat sich seit seiner Eröffnung 1977 zu einem Besucherattraktion entwickelt. Jährlich besuchen 14 000 bis 16 000 Interessierte aus aller Welt den Ort. Der Festakt zur Museumsgründung war zugleich Auftakt für den 10. Literatursommer, der bis in den Herbst andauert.



In dieser Zeit stehen Vorträge, Ausstellungen, Lesungen und Gesprächsrunden im Programm. Von diesem Sonntag an bis 10. Juni arbeiten bildende Künstler der Gruppe «KÖzwölf» im Garten des Hauses. Die Arbeiten des Pleinairs sind danach in der Galerie in Buckow zu sehen. Am 10. Juni werden Texte von Brecht vorgetragen, darunter die «Buckower Elegien», die der Komponist Peter Gotthardt vertont hat.



Wagen der Mutter Courage bestaunen

Brecht wohnte bis zu seinem Tod 1956 von Sommer bis Frühherbst im Gärtnerhaus, das heute den Erben gehört und nicht öffentlich zugänglich ist; Weigel zog in das Atelierhaus mit Blick auf den See. Gäste können Wohnräume in der so genannten Eisernen Villa besichtigen, durch den Garten flanieren oder im Bootshaus Theaterrequisiten bestaunen. Dazu gehört auch der Karren, den die Weigel als «Mutter Courage» in mehr als 400 Vorstellungen über die Bühne zog. Ein besonderes Exponate hat die Brecht-Tochter Barbara Schall-Brecht dem Museum in diesem Jahr überlassen. Es handelt sich dabei um zwei Grafiken von Josef Hegenbarth, die er für die Inszenierung «Mutter Courage und ihre Kinder» schuf. (mit dpa)

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