Kulturpolitik : Förderspritze für Weimar

Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat Großes angekündigt: In Zukunft wird sich der Bund noch stärker bei der Stiftung Weimarer Klassik engagieren. Schließlich gehöre sie zum Herzstück des kulturellen Deutschlands.

BerlinDer Bund wird sich nach den Worten von Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) in Zukunft stärker als bisher bei der Stiftung Weimarer Klassik beteiligen. "Weimar ist mehr als eine Stadt in Thüringen, es ist die Quelle wichtiger Bereiche deutscher Kunst und Kultur", sagte Neumann.  "Ich möchte, dass der Bund auch hier seine besondere Verantwortung wahrnimmt."

Weimar sei auch ein gutes Beispiel dafür, wie stark sich der Bund auch außerhalb Berlins kulturpolitisch engagiert. "Nicht nur in Berlin gibt es nationales Kulturerbe zu bewahren und zu schützen." Die Weimarer Klassik-Stiftung gehöre zum Kernbestand der kulturellen Identität Deutschlands, die Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek sei neben den Wohnhäusern Goethes und Schillers ihr Herzstück.

"Hand in Hand mit Thüringen"

Weimar sei mit der finanziellen Last aber überfordert. Daher habe sich der Bund mit 8,5 Millionen Euro nicht nur "massiv" am Wiederaufbau der Bibliothek beteiligt. Er plane auch "Hand in Hand mit Thüringen" die laufenden Zuwendungen an die Klassik-Stiftung zu erhöhen. Bund und Land würden ab 2008 die institutionellen Mittel der Stiftung um rund 20 Prozent erhöhen. Außerdem soll die Depotsituation deutlich verbessert werden. Entsprechende Bauvorhaben würden bis 2011 realisiert, um die einzigartigen Bestände der Stiftung angemessen unterzubringen. Das habe oberste Priorität, betonte Neumann.

"Die Stiftung erhält damit mehr Spielraum, immerhin muss sie allein 50 Liegenschaften betreuen." So solle das Weimarer Stadtschloss zum Zentrum der Klassik-Stiftung gemacht werden. Sollten eines Tages die Pläne dazu ausgereift und alle noch offenen Fragen geklärt sein, "bin ich aus Überzeugung bereit für eine Finanzierung dieses Vorhabens". (mit dpa)

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