Kunstmesse : PR-Aktion? Galeristen drohen mit Absage der Art Cologne

Angst vor Bedeutungsverlust: Zehn prominente Kölner Galeristen wollen nicht an der Art Cologne teilnehmen, solange niemand etwas von der Messe mitbekommt. Sie beklagen damit das mangelnde Interesse an der traditionsreichen Kunstmnesse. Netter Nebeneffekt: Aufmerksamkeit.

HamburgDie traditionsreiche Kunstmesse Art Cologne gerät offenbar unter Druck. In einem offenen Brief beklagen zehn Kölner Galeristen, darunter prominente Namen wie Daniel Buchholz, Gisela Capitain, Christian Nagel und Monika Sprüth, den "herben Bedeutungsverlust" der Messe und drohen mit Nichtteilnahme, wie das in Hamburg erscheinende Kunstmagazin "Art" berichtet.

Messechef Gérard Goodrow sagte dem Magazin: "Wer der Messe fern bleiben will, sollte das auch tun." Der Bedeutungsverlust habe schon in den 90er Jahren stattgefunden. "Seitdem ist vieles passiert. Deshalb verstehe ich den jetzigen Vorwurf nicht. Besonders nicht von dieser Gruppe von Galeristen. Denn sie waren in den letzten zwei bis drei Jahren wichtige Gesprächspartner der Messe und gemeinsam mit uns dafür verantwortlich, dass wir große Fortschritte gemacht haben", sagte der Art-Cologne-Direktor dem Magazin. (mit ddp)

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