Museumseinweihung : Hirst-Ausstellung in Berlin

Der Sammler Heiner Bastian hat sein neues Ausstellungshaus an der Berliner Museumsinsel vorgestellt, das vom britischen Architekten David Chipperfield entworfen wurde. Die erste Schau ist Damien Hirst gewidmet.

Damien Hirst
Damien Hirst: Figures in a Landscape. -Foto: Promo

BerlinDie lichtdurchfluteten Räume des neuen Museums sind 5,50 Meter hoch, aus den Fenstern sind unter anderem der Berliner Dom und die Ruinen des Palastes der Republik zu sehen. Chipperfield, der auch für das geplante Eingangsgebäude der Berliner Museumsinsel sowie für den Wiederaufbau des Neuen Museums verantwortlich ist, lobte das Konzept. Bastians "Stadthaus für die Kunst" öffnet am Samstag für das Publikum.

Zu den bekanntesten Werken des Turner-Preisträgers Hirst gehört ein in Formaldehyd eingelegter Hai, zuletzt sorgte er mit einem Totenschädel aus Diamanten für Schlagzeilen. Diese Werke sind nicht zu sehen, dafür werden Installationen wie "The Void" und "Figures in a Landscape" gezeigt. Im Erdgeschoss und im ersten Stock ist die Galerie Contemporary Fine Arts (CFA) eingezogen, die als erstes Werke des österreichischen Künstlers Walter Pichler präsentiert und laut Bastian "eine der bedeutendsten Galerien der ganzen Welt" ist. Die 1992 gegründete CFA vertritt Künstler wie Georg Baselitz, Jonathan Meese, Daniel Richter, Dash Snow und Anselm Reyle.

Auf seiner Etage will Bastian als nächstes einen Zyklus von Anselm Kiefer aus den 70er Jahren zeigen. Der Kunstsammler hatte im Frühjahr seinen Rücktritt von seinem Amt als Kurator der Sammlung Marx im Hamburger Bahnhof Museum für Gegenwart bekanntgegeben. Dabei löste Bastian eine Diskussion darüber aus, wie Berlin mit zeitgenössischer Kunst umgeht. (mit dpa)

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