Neubau : Museum Folkwang zieht um

Eine der wichtigsten Kunstsammlungen Deutschlands wechselt vorübergehend den Standort: Das Essener Museum Folkwang zeigt vom 12. Juni an rund 80 seiner bedeutendsten Meisterwerke in der "Villa Hügel". Derweil entsteht ein Museums-Neubau.

Museum Folkwang
Der Chipperfield-Entwurf für das neue Museum Folkwang. -Foto: dpa

Die Gemälde von Courbet und Monet bis zu Klee und Beckmann sind bis zum 31. August 2009 im ehemaligen Krupp- Familiensitz "auf dem Hügel" zu sehen. In dieser Zeit wird das Folkwang-Museum in der Essener Innenstadt nach Plänen des britischen Stararchitekten David Chipperfield neu errichtet. Die Wiedereröffnung ist im Kulturhauptstadt-Jahr für den Januar 2010 geplant. Das Folkwang-Museum gilt als eine der wichtigsten Kunstsammlungen in Deutschland.

Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, die auch den Museums-Neubau mit 55 Millionen Euro finanziert, stellt ihre Ausstellungsräume zur Verfügung, um die Höhepunkte der Folkwang-Sammlung auch während der Umbauzeit öffentlich zugänglich zu machen.Damit zeigt nach Stiftungsangaben die sonst für ihre großen kulturhistorischen Präsentationen bekannte "Villa Hügel" erstmals auch Kunst der Moderne.

Monet, van Gogh, Cezanne

In insgesamt zehn Räumen und fünf Kabinetten werden so wichtige Werke wie Claude Monets "Kathedrale von Rouen", Vincent van Goghs "Irrenhausgarten" oder der "Eiffelturm" von Robert Delaunay ausgestellt. Mit Malereien von Paul Cezanne oder Paul Gauguin kommen im "Museum auf Zeit" die Väter der Moderne zu ihrem Recht.

Künstler der "Brücke" und des "Blauen Reiter" stehen in der "Villa Hügel" für den deutschen Expressionismus, den Surrealismus repräsentieren Werke von Dali, Max Ernst und René Magritte. Das Panorama der Malerei soll mit Exponaten aus der Fotografischen und der Grafischen Sammlung des Museums sowie mit Stücken aus dem Deutschen Plakatmuseum abgerundet werden.

Ursprünglich war der Umzug des Folkwang-Museums in die "Villa Hügel" wesentlich früher beabsichtigt. Der Einbau einer modernen Ausstellungstechnik hatte den Plan um mehrere Monate verzögert. (feh/dpa)

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