Portugiesische Entdecker : Seefahrer im Museum

Errungenschaften und Insignien von Portugals Weltreisenden und Entdeckern, darunter das Tagebuch von Vasco da Gama, sind bis Februar 2008 im Deutschen Historischen Museum zu sehen.

Vasco da Gama Foto: ddp
Das handschriftliche Tagebuch des Vasco da Gama aus den Jahren 1469-1524. -Foto: ddp

Berlin Das Deutsche Historische Museum (DHM) stellt in der Ausstellung "Novos Mundos - Neue Welten" die portugiesischen Entdeckungsreisen des 15. und 17. Jahrhunderts vor. Portugals Geschichte sei zu dieser Zeit "Weltgeschichte" gewesen, sagte Ausstellungskurator Michael Kraus. Damals sei es um die Überwindung der Weltmeere und die Überwindung alter Weltbilder gegangen.

Die Schau sollte am Abend von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem portugiesischen Premierminister José Sócrates eröffnet werden. Rund 400 Objekte, von denen ein Drittel aus portugiesischen Sammlungen stammt und die zum Teil erstmals in Deutschland zu sehen sind, zeigen die frühere Rolle Portugals für Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Kartographie und Nautik. Die seefahrerischen Leistungen des Landes trugen zur besseren Kenntnis der Erde bei. Der Generaldirektor des DHM, Hans Ottomeyer sagte, die Ausstellung räume auch mit populären Irrtümern auf. So habe "nie jemand gedacht, die Welt sei eine Scheibe".

Im DHM ausgestellt sind zum Beispiel das Tagebuch der ersten Indienexpedition des Seefahrers und Entdeckers Vasco da Gama (1469-1524) und der Vertrag von Tordesillas, der die Welt 1494 in eine portugiesische und eine spanische Interessensphäre einteilte. Zu sehen sind der älteste erhaltene Erdglobus von Martin Behaim (1459-1507) und eine Weltkarte von Martin Waldseemüller (1470 bis 1522), auf der erstmals der Name "America" auftauchte. Zu den Exponaten zählen auch Schiffsmodelle, alte Landkarten und die ersten Atlanten. "Novos Mundos - Neue Welten. Portugal und das Zeitalter der Entdeckungen" ist bis 10. Februar 2008 zu sehen. (mit ddp)

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