Kultur : AUSWANDERER-DRAMA

Golden Door

Daniela Sannwald

In der neuen Welt gibt es Hühner, so groß wie Schafe, Zwiebeln, für deren Transport eine Schubkarre nötig ist, und Geld, so viel man haben will – es wächst nämlich auf Bäumen. Wenn die Postkarten der Auswanderer in ihren sizilianischen Heimatdörfern ankommen, beginnen die Zurückgebliebenen zu träumen: Wie wäre es, das Geld vom Baum zu pflücken, anstatt täglich hart schuften zu müssen? Salvatore, seine zwei Söhne und seine alte Mutter sind entschlossen, es zu schaffen. Sie wollen über den großen Teich ins Reich der Träume. „Golden Door“ erzählt von Menschen, die in der Enge des Schiffsbauches aufeinander angewiesen sind und alle auf ein besseres Leben hoffen. Ein schöner, langsamer Film über Fantasien, Ängste und Hoffnungen, der am goldenen Tor, der Einwanderungsbehörde auf Ellis Island, endet. Historisches Familiendrama. Daniela Sannwald

„Golden Door“, I/F 2006, R: Emanuele Crialese, D: Charlotte Gainsbourg, Vincenzo Amato, Francesco Casisa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben