Auszeichnung : Edgar Reitz erhält Konrad-Wolf-Preis 2007

Der Preis der Berliner Akademie der Künste gilt der Würdigung herausragender Leistungen auf dem Gebiet der Darstellenden sowie der Film- und Medienkunst. Die diesjährige Verleihung ist am 4. November.

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Edgar Reitz (links) gibt Anweisungen bei den Dreharbeiten zum Filmepos "Heimat".Foto: ddp

Reitz trat 1962 als Mitinitiator des Oberhausener Manifests unter dem Motto "Papas Kino ist tot" für die Schaffung des "neuen deutschen Spielfilms" ein. Mit Kollegen wie Alexander Kluge war er zur gleichen Zeit auch Gründer und Dozent an der Filmhochschule Ulm. Sein erster abendfüllender Spielfilm "Mahlzeiten" (1966) gehört zu den wichtigsten Beiträgen des "Jungen deutschen Films", der 1966 als bestes Erstlingswerk in Venedig ausgezeichnet wurde. Bei dem inzwischen legendären Doku-Essay mit dem sprichwörtlichen Titel "In Gefahr und größter Not bringt der Mittelweg den Tod" von 1976 war er zusammen mit Kluge Autor und Regisseur.

Populär wurde Reitz später vor allem mit seinem 1984 begonnenen mehrteiligen Filmepos "Heimat", einer Chronik des 20. Jahrhunderts über das fiktive Hunsrück-Dorf Schabbach. Mit 31 Einzelfilmen und über 54 Stunden Spieldauer gehört das Jahrhundertepos zu den umfangreichsten erzählerischen Werken der Filmgeschichte.

Der Konrad-Wolf-Preis ist nach dem 1982 gestorbenen Defa- Filmregisseur und langjährigen Präsidenten der Akademie der Künste der DDR benannt. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem Katharina Thalbach, Ken Loach, Christoph Marthaler, Volker Schlöndorff, Lars von Trier und Andres Veiel. (mit dpa)

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