Auszeichnung : Gabriel Orozco gewinnt blueOrange-Kunstpreis

Der mexikanische Künstler Gabriel Orozco erhält den blueOrange-Kunstpreis 2006, der mit 77.000 Euro eine der höchst dotierten Auszeichnungen für bildende Kunst in Deutschland ist.

Berlin - Orozcos Werk umfasst skulpturale Arbeiten, Installationen und Fotografie, die er häufig aus Alltagsgegenständen und -situationen entwickelt. Der 1962 geborene Künstler lebt in New York, Paris und Mexiko-Stadt. Seine Werke wurden bereits in zahlreichen internationalen Ausstellungshäusern präsentiert. Nach Francis Alys ist Orozco der zweite Preisträger der von den Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken ausgelobten Auszeichnung, teilten diese am Donnerstag in Berlin mit.

Seine Kunst sei nicht nur von seinen vielfachen Reisen, sondern auch von seinem großen lyrischen, philosophischen und politischen Interesse geprägt. «Seine Mittel sind leise, aber pointiert», heißt es weiter. So habe er beispielsweise bei der documenta XI 2002 «wunderbare, die Eleganz und Logik traditioneller Töpferkunst herausstellende Terracotta-Arbeiten» gezeigt: «ein gezielter Kommentar auf Mexikos traditionelles Handwerk und seine Stellung im Kontext der "Hochkultur"».

Verliehen wird der blueOrange zur Ausstellungseröffnung des Preisträgers am 2. November im Kölner Museum Ludwig. Dort wird die Ausstellung Orozcos vom 3. November bis zum 28. Januar 2007 zu sehen sein. Neben dem Mexikaner waren das Künstlerteam Janet Cardiff & George Bures Miller, Douglas Gordon, Mona Hatoum, Aernout Mik, Dan Perjovschi und Tobias Rehberger nominiert. In der Fachjury dafür saßen unter anderem MoMA-Kurator Klaus Biesenbach und der Rektor der Frankfurter Städelschule, Daniel Birnbaum. Die endgültige Entscheidung trafen dieses Jahr das ZDF und das Museum Ludwig. Der renommierte Preis wird alle zwei Jahre vergeben. (tso/dpa)

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