Auszeichnung : Hannah-Arendt-Preis für Historiker Tony Judt

Der Bremer Hannah-Arendt-Preis 2007 geht an den in New York lebenden und lehrenden britischen Historiker Tony Judt. Judt sei ein Historiker, der wisse, dass historische Ereignisse nicht ohne ihren Kontext verstanden werden könnten, so die Begründung.

Tony Judt
Tony Judt -Foto: dpa

BremenDie Jury würdigt Tony Judt als eine Persönlichkeit, die sich in der öffentlichen Debatte über Europa und den Westen auf vielfältige Weise engagiere, teilte der Bremer Senat mit. Er sei ein politischer Denker, der seine Sicht auf das Zeitgeschehen in die öffentliche Kontroverse einbringe.

Der mit 7500 Euro dotierte "Preis für politisches Denken" soll Judt am 30. November verliehen werden. Die Laudatio hält der ungarische Philosoph und Publizist Gaspar M. Tamas. Judt, geboren 1948, ist Historiker, Essayist und Hochschullehrer. Derzeit leitet er das Remarque-Institut an der Universität New York. Die Jury würdigte mit der Preisvergabe auch seinen Einsatz für ein besseres Verständnis von Europa im amerikanischen Raum, ein Verständnis das nicht von unüberbrückbaren Gegensätzen, sondern von einer streitbaren Auseinandersetzung über eine gemeinsame Gegenwart und Zukunft ausgeht.

Der Hannah-Arendt-Preis erinnert an die aus Hannover stammende deutsch-jüdische Denkerin Hannah Arendt (1906-1975), die 1933 aus Deutschland fliehen musste. (mit dpa)

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