Auszeichnung : Jüdisches Museum ehrt Helmut Kohl und Fritz Stern

Altkanzler Helmut Kohl und der Historiker Fritz Stern werden am Samstag vom Jüdischen Museum Berlin mit dem Preis für Verständigung und Toleranz ausgezeichnet. Die Laudatio auf Kohl hält Salomon Korn, Vizepräsident des Zentralrates der Juden.

Kohl
Altkanzler Helmut Kohl -Foto: ddp

Berlin Die Auszeichnung wird im neuen, von Daniel Libeskind gestalteten Glashof überreicht. Stern wird vom ehemaligen US-Botschafter Richard Holbrooke geehrt, wie das Museum ankündigte.

Die undotierte Ehrung geht an Persönlichkeiten, die sich auf herausragende Weise für die Förderung von Toleranz und Verständigung eingesetzt haben. Als Kanzler habe Kohl das besondere Verhältnis zwischen Deutschland und Israel zu einer zentralen Maxime der deutschen Außenpolitik erhoben, hatte das Museum die Auszeichnung begründet. Mit dem Historiker Stern werde ein Wissenschaftler gewürdigt, der die historische Analyse stets mit der Position eines "engagierten Beobachters" verbinde und sich für eine auf Erinnerung beruhende Versöhnung zwischen Völkern und Kulturen einsetze.

Zur Preisverleihung und zu dem traditionellen Dinner werden zahlreiche prominente Gäste erwartet. Wegen der Vorbereitungen für den Festakt ist das Museum am Samstag für die Öffentlichkeit geschlossen. Der Preis besteht aus einer Skulptur, die von der Architektur des Museums inspiriert ist. (mit dpa)

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