Auszeichnung : Oslo gewinnt Europa-Preis für Architektur

Der Mies van der Rohe Award – der Preis der EU für zeitgenössische Architektur – zählt zu den renommiertesten Architekturpreisen. Die Arbeiten der Preisträger sind jetzt in der Essener Zeche Zollverein zu sehen

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Gegenwärtiger Preisträger ist das norwegische Büro Snohetta, das für das Osloer Opernhaus ausgezeichnet wurde. Die „Besondere Erwähnung für Nachwuchsarchitekten“ erhielt das kroatische Büro Studio UP für eine Sporthalle. Die Arbeiten der Preisträger, der vier weiteren Finalisten sowie der übrigen 44 Projekte der „engeren Auswahl“ – unter insgesamt 340 Einreichungen – sind jetzt in der Essener Zeche Zollverein als einziger deutscher Station zu sehen; dort hat das junge „Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW“ (MAI) eine temporäre Heimstatt gefunden.

Berlin ist in der engeren Auswahl mit David Chipperfields Galeriehaus am Kupfergraben vertreten, dazu mit dem aufblasbaren „Küchenmonument“ von raumlaborberlin. Aus Deutschland gibt es nur eine weitere Nominierung: das Stuttgarter Duo Birk und Heilmeyer mit einer – jawohl – Parkpalette. Erdrückend das Übergewicht spanisch-portugiesischer Architektur auf der einen Seite, holländischer Büros auf der anderen. Mag sein, dass die organisatorische Heimat des Preises in Barcelona eine Rolle spielt; angesichts der gezeigten Projekte ist das hohe Niveau der spanischen Baukunst jedoch augenfällig. Und doch muss es hierzulande mehr geben als ein holzverkleidetes Parkhaus in Coesfeld-Lette. Bernhard Schulz

Zeche Zollverein, Kokerei, bis 25. April. www.mai.nrw.de

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