Auszeichnung : "Welt"-Literaturpreis für Safranski

Der Berliner Publizist Rüdiger Safranski ist am Abend für sein essayistisches und biografisches Gesamtwerk mit dem mit 10.000 Euro dotierten "Welt"-Literaturpreis ausgezeichnet worden.

Berlin - Die Ehrung wurde bei einem festlichen Empfang mit rund 300 Gästen aus Kultur, Medien und Wirtschaft im Berliner Axel-Springer-Haus verliehen. Die Laudatio hielt der niederländische Schriftsteller Cees Nooteboom.

In der Begründung der Jury hieß es: "Mit seinen elegant geschriebenen, kenntnisreichen Biografien deutscher Dichter und Denker schließt Rüdiger Safranski an die große deutsche Tradition der Lebensgeschichtsschreibung an."

Safranski trat vor allem mit Lebensbeschreibungen der Philosophen Arthur Schopenhauer, Martin Heidegger und Friedrich Nietzsche sowie der Schriftsteller E.T.A. Hoffmann und Friedrich Schiller hervor.

Bekannt auch durch das "Philosophische Quartett"

Der Philosoph und Schriftsteller wurde am 1. Januar 1945 in Rottweil geboren. Er studierte Philosophie, Germanistik, Geschichte und Kunstgeschichte bei Theodor Adorno in Frankfurt am Main und in Berlin. Seit 1987 arbeitet er als freier Schriftsteller in Berlin. Er ist Mitglied des Pen-Zentrums und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt. Seit 2002 moderiert er zusammen mit Peter Sloterdijk das "Philosophische Quartett" im ZDF.

Safranski ist nach Bernhard Schlink (1999), Imre Kertész (2000), Pat Barker (2001), Leon de Winter (2002), Jeffrey Eugenides (2003), Amos Oz (2004) und Yasmina Reza (2005) der achte "Welt"- Literaturpreisträger. Der Preis erinnert an den Publizisten Willy Haas, der 1925 "Die literarische Welt" gründete. Er zeichnet ein einzelnes Buch oder ein Gesamtwerk aus. (tso/ddp)

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