Autorin von Erlebtem : Schriftstellerin Gabriele Wohmann ist tot

Der Stoff ging ihr nicht aus, ihr Thema waren Beziehungen. Die Schriftstellerin Gabriele Wohmann war noch im Alter aktiv. Nun starb sie nach schwerer Krankheit.

Die Schriftstellerin Gabriele Wohmann 2009 in ihrem Haus in Darmstadt.
Die Schriftstellerin Gabriele Wohmann 2009 in ihrem Haus in Darmstadt.Foto: dpa

Bekannt wurde sie unter anderem mit Werken wie "Die Bütows": Gabriele Wohmann starb am Montag im Alter von 83 Jahren nach längerer schwerer Krankheit in Darmstadt. Das teilte eine Sprecherin des Aufbau Verlags am Dienstag in Berlin mit. Wohmann veröffentlichte mehr als 18 Romane und weit über 300 Kurzgeschichten. Die erste Erzählung von Gabriele Wohmann erschien 1957, „Ein unwiderstehlicher Mann“. Zu ihren späteren Werken zählen „Hol mich einfach ab“ (Roman/2003) und „Scherben hätten Glück gebracht“. 1965 erhielt sie den Georg-Mackensen-Literaturpreis für die beste deutsche Kurzgeschichte, 1988 den Hessischen Kulturpreis.

Geboren wurde Gabriele Wohmann 1932 als Pastorentochter in Darmstadt. In ihren Romanen zeigte Wohmann eine präzise Beobachtungsgabe für Menschen und Beziehungen. Vor allem herkömmlichen Paarbeziehung und traditionelle Familienstrukturen wurden von ihr genau aufgezeichnet. Doch auch Themen wie Älterwerden, Krankheit und das Sterben fanden sich in ihren Werken wieder. Wohmann war schon Mitglied der „Gruppe 47“, also der literarischen Vereinigung, zu der auch Heinrich Böll, Günter Grass oder Ingeborg Bachmann gehörten. Sich selbst schätzte sie als „Graphomanin“ ein und schuf seit den 1950er Jahren ein umfangreiches Werk an Erzählungen, Romanen, Gedichten, Hörspielen, Fernsehspielen und Essays. (Tsp/dpa)

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