"Balance" : Kunstprojekt für Friedfertigkeit im G8-Protest

Mit Kunstaktionen zum G8-Gipfel in Heiligendamm will das internationale Projekt "Balance" die Friedfertigkeit "vor und hinter dem Zaun" fördern.

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BerlinFür das Projekt seien rund um das Münster in Bad Doberan vom 2. Juni bis zum 8. Juli Werke von Künstlern wie Ulrike Ottinger, Richard Long, Gil Shachar und Wang Yin zu sehen, sagte der Kurator des Projektes, Alexander Ochs. Regisseur Detlev Buck ("Knallhart") hat gemeinsam mit der Schauspielerin Anna Thalbach einen Trailer für das Projekt gedreht, der von dieser Woche an in den Kinos gezeigt werden soll. Der G8-Gipfel findet vom 6. bis 8. Juni statt.

Höhepunkt der Kunstschau bildet das Projekt "Small Pieces for Peace" des koreanisch-amerikanischen Künstlers Ik-Joong Kang, der seit acht Jahren über 135.000 Kinderzeichnungen aus fast 150 Ländern zusammengetragen hat. In Bad Doberan will er das Projekt fortsetzen und hat Kinder aus aller Welt aufgerufen, für den G8-Gipfel ihre Ideen und Zukunftsträume zu zeichnen. Rund 25.000 neue Bilder sind nach Angaben des Künstlers bislang im Münster von Bad Doberan eingetroffen und werden dort zu einem großen Werk zusammengefügt. Auf mobilen Ausstellungswänden sollen die Bilder auch in den USA, in Israel und in China gezeigt werden.

"Wir kritisieren nicht"

So wie die Kinderzeichnungen werde sich das gesamte Vorhaben "Balance" auf Positives konzentrieren, betonte Ochs. "Wir kritisieren nicht, sondern unterstützen gute Ansätze." In einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lobte der Künstler Kang ihr Engagement für Klimaschutz und Menschenrechte und fordert sie auf, "diesen unsinnigen Zaun" rund um den Tagungsort niederzureißen: "Den brauchen Sie doch gar nicht."

Die Zahl Acht sei eine chinesische Glückszahl, sagte Ochs. Das Problem im Fall der G8 sei, dass die Armen unten stünden und die Reichen oben. Dies will das Projekt "Balance" ins Gleichgewicht bringen und bildet auf Plakaten die Acht liegend ab. Zu den G8-Staaten gehören die sieben wichtigsten Industrienationen und Russland. (mit dpa)

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