Bald im Kino : In der Nachspielzeit

Den tollsten Film verpasst? Das macht nichts, denn viele Produktionen kommen ohenhin bald ins Kino.

Milk
Auf Wiederhören. Gus van Sants Politdrama "Milk" kommt schon am Donnerstag in die Kinos. -Foto: Berlinale

Nach dem Festival ist vor dem Kino. Viele Filme, die auf der Berlinale ihre Premiere hatten, starten bald regulär. Oder sind sogar schon angelaufen, wie Tom Tykwers Eröffnungsfilm The International und Hermine Huntgeburths Fontane-Adaption Effi Briest. Ab nächsten Donnerstag ist auch Wolfgang Murnbergers Wolf-Haas Verfilmung Der Knochenmann zu sehen, der im Panorama präsentiert wurde. Am gleichen Tag starten die in Sondervorführungen gezeigten Produktionen Ein Leben für ein Leben – Adam Resurrected von Paul Schrader und Milk, Gus van Sants oscarnominiertes Biopic über den ersten offen schwulen US-Politiker.

Stephen Daldrys ebenfalls oscarnominierte Adaption von Bernhard Schlinks Bestseller Der Vorleser mit Kate Winslet und David Kross ist ab dem 26. Februar zu sehen, ebenso Pink Panther 2 mit Steve Martin. Auch das Hip-Hop -Biopic Notorious B.I.G. und der Omnibusfilm Deutschland ’09, die außer Konkurrenz liefen, haben bereits einen Starttermin, den 26. März. The Dust of Time von Theo Angelopoulos kommt im Juni oder Juli ins Kino.

Auch einige Wettbewerbsfilm sind von ihren Verleihern bereits terminiert: Maren Ades Beziehungsdrama Alle Anderen wird am 18. Juni starten, François Ozons Baby -Flugshow Ricky am 15. Mai, Hans Christian Schmids internationales Justiz-Drama Sturm am 10. September. Noch keinen Starttermin hat Gigante aus Uruguay, aber der Berliner Verleih Neue Visionen hat Adrián Biniez’ Film während der Berlinale gekauft. Über Bertrand Taverniers In the Electric Mist und Stephen Frears’ Colette-Adaption Chéri wird noch verhandelt.

Aus der Sektion Berlinale Special wird das Historiendrama John Rabe von Florian Gallenberger mit Ulrich Tukur am 2. April anlaufen, Hilde mit Heike Makatsch am 12. März, Claude Chabrols Bellamy mit Gérard Depardieu am 9. Juli und Michael Ballhaus’ Dokumentation In Berlin am 23. April.

Auch etliche Panorama-Filme könnenschon Starttermine vermelden: Marco Wilms’ Mode-Doku Ein Traum in Erdbeerfolie den 23. April, Monika Treuts Ghosted den 30. April, Julie Delpys Kostümfilm The Countess den 25. Juni, Jan Krügers Rückenwind den 4. Juni. Short Cut to Hollywood, die schrille Medien-Groteske von Marcus Mittermeier und Jan Henrik Stahlberg, ist ab 2. Juli zu sehen. Der schwul-lesbische Omnibusfilm Fucking Different Tel Aviv hat einen Verleih, aber noch keinen Starttag, das Gleiche gilt für Michael Glawoggers Das Vaterspiel. Jean-Paul Lilienfelds La journée de la jupe mit Isabelle Adjani als amoklaufender Lehrerin ist am 20. März um 21 Uhr unter dem Titel „Heute trage ich Rock“ im Fernsehen auf Arte zu sehen.

Aus der Reihe Perspektive deutsches Kino kommt Dorfpunks von Lars Jessen am 23. April heraus. Auch Peter Dörflers auf der Berlinale gefeierte Dokumentation Achterbahn ist für einen Filmstart im Frühjahr angesetzt. Etwas spärlicher sind die Meldungen aus dem Forum: Der fast vierstündige Eröffnungsfilm Love Exposure des Japaners Sono Sion wurde von Rapid Eye Movies gekauft. Ulrike Ottingers Die koreanische Hochzeitstruhe hat ebenfalls einen Verleih. Fest steht, dass Hans-Christian Schmids Doku Die wundersame Welt der Waschkraft am 7. Mai ins Kino kommt.

Aus der Kinder- und Jugendreihe Generation kann nur Lars Büchels märchenhafter Lippels Traum bisher einen Starttermin aufweisen (15. Oktober). Die Stimme des Adlers von René Bo Hansen aus Dänemark sund Snijeg, das Regiedebüt der bosnischen Regisseurin Aida Begik, haben Verleiher gefunden, jedoch noch keinen Starttermin. Begiks Post-Kriegsdrama lief sowohl bei Generation 14plus als auch im Kulinarischen Kino. juh/nal

34 Filme haben einen deutschen Verleih, 24 davon auch schon einen Starttermin

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