Kultur : Banken-Kater im Berliner Gorki Theater

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Zwei Themenkreise sollen die Spielzeit 2003/2004 des Berliner Maxim Gorki Theaters bestimmen. Intendant Volker Hesse nannte für den ersten Schwerpunkt eine Dramatisierung des Romans „Fabian“ von Erich Kästner (Regie Joachim Meyerhoff), Gorkis „Nachtasyl“ (Regie Alexander Lang), Brechts „Dreigroschenoper“ (Regie Johanna Schall, musikalische Leitung Ari Benjamin Meyers), „Amerika“ von Franz Kafka (Regie Stephan Müller) und ein Projekt, das sich mit den Vorgängen um die Berliner Bankgesellschaft befassen wird: „Banken“. Diese Uraufführung erarbeitet Volker Hesse, in Anlehnung an das vor Jahren ebenfalls von ihm maßgeblich entwickelte erfolgreiche Projekt „Top Dogs“ am Zürcher NeumarktTheater. Russland und Osteuropa, der zweite wesentliche Themenkreis der neuen Spielzeit, besteht unter anderen Projekten aus „Platonow“ (Regie Uwe Eric Laufenberg), dem Märchen „Väterchen Frost“ Regie Adriana Altaras) und der bereits zum 50. Gorki-Jubiläum gelesenen, jetzt von Marlon Metzen inszenierten „Geschichte des Kommunismus, nacherzählt für Geisteskranke“ von Matéi Visniec. Weitere Premieren im Studio sind „Nicht bewegen“ von Emmanuel Darley (Regie Lavinia Frey), „Peanuts“ von Fausto Paravidino (Regie Bruno Cathomas) und „Moskauer Eis“ von Annett Gröschner. Zur Eröffnung der Spielzeit am 5. und 6. September gibt es „Kater-Tage“ mit szenischen Lesungen von fünf Stücken des Dramatikers Fritz Kater. Das Gorki Theater bemüht sich um junges Publikum, um die Erweiterung seiner Ausstrahlungskraft über den engeren Bereich hinaus. In der jetzt zu Ende gehenden Spielzeit kamen 15 000 Zuschauer mehr als 2001/2002, die Auslastung liegt bei 75 Prozent. Fu.

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