Kultur : Barenboim droht mit Weggang und kritisiert Weiss

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Daniel Barenboim, Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper, kritisiert die neue Opernstiftung und droht mit seinem Rückzug. Die Stiftung, in der vom 1. Januar 2004 an die drei Berliner Opernhäuser zusammengefasst werden sollen, bedeute eine Nivellierung nach unten. „Ich muss sehen, ob ich, wenn es so kommt, hier noch arbeiten will und kann“, sagte Barenboim in einem Gespräch mit der „ Zeit“. „Ich bin kein Anfänger. Wenn ich nicht zum Ausdruck bringen kann, was mir musikalisch wichtig ist, werde ich die Arbeit nicht weitermachen.“ Barenboim ist seit 11 Jahren an der Staatsoper, 2001 unterschrieb er einen Vertrag bis 2007. Die Opernstiftung nannte er „im besten Fall blauäugig, im schlimmsten Fall eine Mischung aus Verzweiflung und Heuchelei“. Kulturstaatsministerin Christina Weiss lehnt eine Übernahme der Staatsoper nach wie vor ab. Die Staatsoper habe sich „neue Freunde“ gesucht, die den Bund dazu bewegen sollen, meinte Weiss in der „FAZ“ unter Anspielung auf einen Vorstoß von Bundespolitikern wie CDUChefin Angela Merkel. „Der Druck auf meine Kabinettskollegen und mich selbst überstieg jedes vernünftige Maß.“ dpa

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