Kultur : Bayern unter Druck: Was das schöne Bayern schlecht macht

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Januar 2001: Wegen ihres Versagens in der BSE-Krise tritt Bayerns Sozialministerin Barbara Stamm (CSU) zurück. Nachfolger soll der Präsident der Technischen Universität, Wolfgang Herrmann, werden. Doch gegen Herrmann läuft ein Steuerverfahren, er tritt sein Amt nicht wie geplant an. Das Debakel wird als Schwächung für Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) bewertet. Neuer Verbraucherminister wird der Landtagsabgeordnete Eberhard Sinner.

Januar 2000: Zwei frühere Geschäftsführer des bayerischen Roten Kreuzes müssen sich wegen Bestechlichkeit und Untreue vor Gericht verantworten. Sie sollen Blutkonserven überteuert eingekauft haben und von der Herstellerfirma dafür mit 4,4 Millionen Mark geschmiert worden sein. Dem Roten Kreuz entstand ein Schaden in Höhe von 17 Millionen Mark und großer Vertrauensverlust bei Spendern. Vorsitzender war ein als verdient geltender CSU-Abgeordneter.

Dezember 2000: Die Kreuzritter des deutschen Ordens sind zahlungsunfähig. Für ehrgeizige Unternehmungen gaben die Ritter geliehenes Geld aus; die Chefetage leistete sich offenbar zwei Firmenjets. Ministerpräsident Edmund Stoiber ist Mitglied in dem Orden und hatte im Mai 1998 befürwortet, dem Orden den Status einer Körperschaft öffentlichen Rechts zu verleihen.

September 1999: Justizminister Alfred Sauter (CSU) tritt infolge einer Immobilien-Fehlspekulation zurück. Sauter war von Ministerpräsident Edmund Stoiber für Verluste der Landeswohnungs- und Städtebaugesellschaft LWS in Höhe von 367 Millionen Mark verantwortlich gemacht worden. Sauter hatte im Aufsichtsrat der LWS gesessen. Er hatte im Landtag wiederum Stoiber bezichtigt, sich aus der Verantwortung stehlen zu wollen.

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