Bayreuth, Documenta, Staatsoper Hamburg : Bühnenkünstlerin Rosalie ist tot

Sei entwarf das Bühnenbild für den „Ring des Nibelungen“ in Bayreuth und stellte auf der Documenta aus. Jetzt ist Rosalie im Alter von 64 Jahren gestorben.

Die Bühnenbildnerin rosalie, geborene Gudrun Müller.
Die Bühnenbildnerin rosalie, geborene Gudrun Müller.Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Die deutsche Bühnenbildnerin rosalie, geborene Gudrun Müller, ist am Montag im Alter von 64 Jahren in Stuttgart gestorben. Das teilten die Hamburgische Staatsoper und ein Freund der Familie mit. „Mit rosalie haben wir eine der bedeutendsten visuellen Künstlerinnen der letzten Jahrzehnte verloren“, erklärte Hamburgs Staatsopernintendant Georges Delnon. 1994 hatte rosalie unter anderem das Bühnenbild und die Kostüme für Richard Wagners „Der Ring des Nibelungen“ in Bayreuth entworfen.

Die in Gemmrigheim am Neckar geborene Künstlerin studierte in den 1970er Jahren in Stuttgart Germanistik und Kunstgeschichte und später an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart Malerei, Grafik und Plastisches Arbeiten. 1982 war rosalie mit einer Installation auf der documenta 7 in Kassel vertreten. Sie war bekannt für ihre großdimensionierten kinetischen Lichtskulpturen. Im Schauwerk Sindelfingen läuft noch bis 2. Juli ihre Schau „Lichtwirbel“.

Erst im April hatte die Künstlerin die Lichtskulptur zu Mahlers achter Sinfonie als Koproduktion der Staatsoper Hamburg in der Elbphilharmonie kreiert. Zur Spielzeiteröffnung von Delnon und Kent Nagano 2015/2016 hatte rosalie an der Fassade der Hamburgischen Staatsoper eine temporäre Lichtskulptur geschaffen. (dpa)

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