Kultur : Bayreuth: mancherlei Wagner-Theater

Der Tenor Endrik Wottrich wird die Partie des Siegmund bei den Bayreuther Festspielen am morgigen Freitag voraussichtlich wieder singen. Dies teilten die Festspiele gestern mit. Wottrich war bei der Premiere der „Walküre“ am 28. Juli von Presse und Publikum heftig kritisiert worden. Bei der zweiten Vorstellung war der amerikanische Tenor Robert Dean Smith für ihn eingesprungen. Wottrichs Absage hatte zu Spekulationen geführt, da er der Lebensgefährte von Katharina Wagner ist, der Tochter und möglichen Nachfolgerin von Festspielchef Wolfgang Wagner. „Meldungen und Berichte, die andere Gründe für seine Absage als die genannte Erkrankung behaupten, sind völlig aus der Luft gegriffen“, so die Festspiele. Wolfgang Wagner seinerseits hat bekräftigt, in diesem Jahr nicht von seinem Posten zurücktreten zu wollen. „Er ist nicht amtsmüde“, sagte Pressesprecher Peter Emmerich der „Bunten“. Der Enkel Richard Wagners besitzt als Festspielleiter einen Vertrag auf Lebenszeit. Der Stiftungsrat der Richard-Wagner- Stiftung will auf seiner Sitzung im Herbst über die Frage der künftigen Festspielleitung beraten. Um die Nachfolge bewerben sich Wagners Töchter Katharina und Eva sowie seine Nichte Nike Wagner. Wolfgang Wagner ist der dienstälteste Opernintendant der Welt und wird am 30. August 88 Jahre alt. Tsp

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